Als mich Julia bat, den Weddingplanner von Weddingstyle inklusive Budget-Planung im Rahmen einer Blogparade (was das genau ist, lest ihr am Schluss des Artikels) genauer unter die Lupe zu nehmen, rechnete ich fest mit einem eBook. Deshalb war ich etwas verwirrt, als sie mich um meine Adresse bat. Sollte es sich dabei tatsächlich um ein Buch handeln? So richtig aus Papier?

Weddingplanner als Buch inkl DIY-Set

Als das Paket bei mir eintraf, bestätigte sich meine Vermutung. Es war nicht nur ein Buch aus Papier, ich bekam sogar ein zusätzliches DIY-Set, um mir meine Lesezeichen selber zu basteln.

Hochzeitsplanung Weddingplaner myWeddingplaner Weddingstyle Ratgeber

Ich bin offensichtlich meist digital unterwegs – sonst würde ich wohl kaum diesen Blog schreiben. Auch meine eigene Hochzeitsplanung fand fast ausschliesslich digital statt (es gibt zwar einen analogen Hochzeitsordner, den legte aber der beste aller Ehemänner an).

myWeddingplanner ist ein über 300 Seiten dickes Buch, das jede Braut von den ersten Planungsschritten bis zum grossen Tag begleiten soll. In der Einleitung preist die Autorin die Grösse des Planners an – er sei so klein, dass er in fast jede Tasche passe. Das Gewicht des Planners hat sie dabei wohl vergessen: Wenn ich dieses Buch täglich in meiner ohnehin schweren Handtasche rumschleppen würde, müsste ich wohl wöchentlich zur Massage um meine verspannten Rücken- und Nackenmuskeln zu lösen.

In neun Schritten bis zum Hochzeitstag

Trotzdem gefällt mir die Idee des Buches – für Bräute, die keine Ahnung von Eventplanung haben, kann es ein guter Leitfaden sein. In neun Schritten führt es das Brautpaar bis zum W-Day: Von der Inspirationssuche bis zum Zeitplan für den grossen Tag.

Bis ins kleinste Detail wird dabei alles beschrieben – sogar die verschiedenen Einzugsmöglichkeiten in die Kirche werden mit süssen Zeichnungen illustriert. Ein anderes hilfreiches Detail: Das Buch erzählt mir, welche Essensmengen ich pro Gast einrechnen muss. Nicht, dass ich wüsste, ob diese Angaben stimmen. Bei unserer Planung habe ich mich ganz auf den Caterer verlassen, unsere Gäste satt zu kriegen.

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Das Buch bietet zudem viel Platz, die eigenen Ideen festzuhalten: Etwa um eine Braut-Traumkleid-Collage zu bieten oder ein Moodboard zu kreieren. Zudem rät es einem, die Visitenkarten der Dienstleister festzuheften.

Hätte ich mir als Braut die Mühe gemacht, Bilder auszuschneiden und einzukleben? Nein. Das hängt aber ich auch damit zusammen, dass ich als Linkshänderin Scheren aus Prinzip hasse (jeder Linkshänder weiss, wovon ich spreche). Für etwas gibt es schliesslich Pinterest!

Analog vor Digital

Weiss ich, dass es Frauen gibt, die genau solche Dinge lieben? Ja, viele Bräute stürzen sich geradezu in analoge Moodboards und andere Collagen. Es schaut ja auch sehr dekorativ aus. Ich glaube, ich war da die extrem pragmatische Ausnahme.

Zum Schluss des Planners findet sich eine Budget-Tabelle: Ich war erstaunt, wie günstig gewisse Dinge in Deutschland offenbar zu haben sind. Trauringe ab 250 Euro pro Stück? Gibt es hier vielleicht am Marktstand. Oder den Hochzeitsfotografen für 500 bis 1200 Euro – diese Bilder möchte ich sehen! Bei der Papeterie oder den Blumen wiederum war ich über die Höhe der deutschen Preise erstaunt. Hier ist der Unterschied zur Schweiz minim.

Nichtsdestotrotz ist der Budget-Planner sehr ausführlich und dient wohl auch als Erinnerung, an eventuell vergessene Details. Etwa Autobänder für die Gäste oder weisse Tauben.

Zudem bietet er die Möglichkeit den angestrebten und den tatsächlichen Preis einzutragen: perfekt für Bräute, die ihre Kosten jederzeit im Griff haben möchten. Fragt sich nur, ob man nach der Hochzeit tatsächlich noch wissen möchte, dass man für das Brautkleid das dreifache des Budgets bezahlt hat? Ich halte es hier eher ans Verdrängen.

Sparen lässt sich aus meiner Erfahrung durch geschicktes Preisvergleichen und Verhandeln. Holt immer unterschiedliche Offerten ein und traut euch, die Gegenofferte beim Dienstleister zu erwähnen. Manchmal lässt sich dann plötzlich doch etwas beim Preis machen. Wenn man in Frankreich heiratet (so wie wir) nützt es übrigens manchmal auch, etwas Charme zu zeigen – und plötzlich wurde der Brautstrauss offeriert.

Diesen Artikel schrieb ich im Rahmen einer Blogparade – diese dient dazu, den Leserinnen einen objektiven Überblick zu einem gewissen Thema zu verschaffen. Durch unterschiedliche Meinungen. Ich war die drittletzte von acht Bloggerinnen, die den myWeddingplanner testen durften. Vor mir schrieb Ariane über das Büchlein, etwas später wird Melanie darüber berichten.

Für uns Blogger gibt es etwas zu gewinnen, der Hauptpreis ist ein „Romantischer Urlaub für 2“. Genau das, was der beste aller Ehemänner und ich in einigen Monaten brauchen könnten, wenn wir uns trauen, die kleine Mademoiselle auch mal alleine bei den Grosseltern zu lassen.

Vom 3. bis 13. November könnt ihr hier für euren Lieblingsblog abstimmen. Ich hoffe doch schwer, dass es sich dabei um MNM handeln wird.