Das Hochzeitskleid – für mich war es eine der wichtigsten Komponenten unseres grossen Tages. Es sollte schliesslich perfekt sein. Und zwar nicht nur für mich, sondern auch für den besten alles Ehemänner. Was mich in ein totales Dilemma stürzte. Ich wollte ihn mit dem Kleid überraschen, gleichzeitig sollte es auch seinen Geschmack treffen. Also was tun?

Ich entschied mich Anfangs für die subtile Variante. Immer, wenn mir ein Modell oder ein Stil gefiel, zeigte ich ihm ein Bild davon und fragte ihn, was er denn davon halte. Blöd nur, dass ihn Hochzeitskleider überhaupt nicht interessierten und er bei jedem Modell einfach meinte: „Ja, das ist wunderschön“ – einfach um mich glücklich zu machen.

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Ok, diese Taktik war also total gescheitert. Sie war wohl einfach zu subtil für meinen Zukünftigen. Also wurde ich konkreter und stellte ihn zur Rede: Welcher Stil ihm denn gefalle? Ob es etwas gebe, was er total hässlich finde? Dann meinte der Liebe, dass der Mermaid-Schnitt so gar nicht sein Ding sei. Da waren wir uns einig. Immerhin schon etwas.

Nach meinem ersten Besuch in einer Boutique schwankte ich zwischen drei Kleidern in total unterschiedlichem Stil. Und keines war Mermaid. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass der beste aller Ehemänner doch eine bestimmte Präferenz hatte – die wollte ich wissen. Also zeigte ich ihm erneut diverse Kleider – darunter meine drei Favoriten. Und endlich, endlich hatte der Mann eine klare Meinung. Leider war es nicht genau die, die ich mir erhofft hatte. Mein Alltime-Favourit-Jenny-Packham-Kleid bezeichnete er als Nachthemd. Ich musste mich also definitiv von einem Hochzeitskleid im Stil der 20er-Jahre verabschieden. Und war ziemlich traurig darüber.

Wenigstens stellte sich auch heraus, dass mein Zukünftiger total auf bauschige Kleider steht. Damit konnte ich arbeiten. Denn auch ich liebäugelte immer wieder mit Prinzessinnen-Kleidern mit ganz viel Tüll. So entschied ich mich am Schluss für genau das richtige Kleid. Der beste aller Ehemänner starb fast vor Neugier und war am Tag der Hochzeit hin und weg (ich behaupte ja, er hatte ein Tränchen in den Augen, als er mich zum ersten Mal sah – er bestreitet dies vehement).

Und wie habt ihr dieses Problem gelöst? Nahmt ihr den Mann mit zum Kleiderkauf? Oder musste er sich einfach mit eurer Wahl abfinden?