Wie ihr wahrscheinlich bereits mitbekommen habt, schaue ich mir gerne „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ an, wenn es die Zeit erlaubt. Und zwar nicht nur die deutsche Version, sondern auch die französische, englische und amerikanische. Ich finde es sehr lehrreich, bei einer Hochzeit zeigen sich kulturelle Eigenheiten sehr deutlich.

Erstaunt hat mich am meisten, dass es so deutliche Unterschiede zwischen schweizer und deutschen Hochzeiten gibt. Ich ging fälschlicherweise davon aus, dass der Ablauf und die Rituale die gleichen seien.

Doch wie immer, wenn man die Schweiz und Deutschland vergleicht, musste ich feststellen, wie grundverschieden wir doch in gewissen Punkten sind. Ganz wichtig dabei: Was nach der Trauung passiert. Auf der einen Seite müssen die deutschen dann oft ein Herz aus Leinen ausschneiden. Habe ich in der Schweiz noch nicht erlebt. Ein typisch deutscher Brauch? Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

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Danach geht es für die Schweizer zum Apero. Also zu Champagner oder Prosecco und salzigen Häppchen. Bei den Deutschen gibt es Kaffee und Kuchen. Und dazu schon oft die Hochzeitstorte. Diese gibt es in der Schweiz erst zum Dessert. Als Schweizerin finde ich diesen Brauch befremdlich. Wer mag schon noch ein ganzes Hochzeitsmenu essen, wenn er sich am Nachmittag bereits mit Kuchen vollgestopft hat?

Das bringt mich zum zweiten grundsätzlichen Unterschied. In Deutschland scheint ein Buffet die bevorzugte Form der Essensdarreichung zu sein. Die Kandidatinnen der TV-Show führen oft an, dass es bei einer Hochzeit schliesslich eine grosse Auswahl brauche. In der Schweiz hingegen gilt ein Buffet als billig, ein mehrgängiges Menu mit Tellerservice dagegen als edel.

Was meint ihr? Kennt ihr noch weitere Unterschiede zwischen schweizer und deutschen Hochzeiten? Gibt es eigentlich regionale Unterschiede? Die ehemalige Mademoiselle würde sich über eine Rückmeldung freuen.