Seit ich ein kleines Mädchen war, stand für mich fest, dass ich dereinst bei meiner Hochzeit Brautjungfern haben würde. Während meiner Hochzeitsvorbereitung merkte ich, dass es in der Schweiz wohl doch nicht so üblich war. Viele meiner Freundinnen verzichteten darauf, meinten, das sei nur wieder einer dieser Trends, die wir aus den USA importiert haben.

Das wollte MNM genauer wissen und recherchierte den Ursprung der Brautjungfern. Dieser geht ungefähr 2000 Jahre zurück. Bei den alten Römern wurden die Brautjungfern genau gleich gekleidet wie die Braut. Sie sollten die bösen Geister verwirren und von der eigentlichen Braut ablenken. Diese Tradition blieb über die Jahrtausende erhalten, selbst Anfang des letzten Jahrhunderts war es in England noch üblich, Braut und Brautjungfern beinahe identisch zu kleiden.

Credit: paulliebtpaula.de

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Heutzutage kann man das ja so nicht mehr so gelten lassen. Wohl kaum eine Braut würde dulden, dass ihre Brautjungfern das gleiche Kleid tragen wie sie. Und doch kann ich mir vorstellen, dass eine Meute wunderschöner Frauen in identischen Kleidern auch heute noch potentielle, böse Geister von der Braut ablenken. O-Ton einer meiner heissgeliebten Schwestern und Brautjungfer dazu: „Hoffentlich sind die Geister wenigstens attraktiv.“

Meine Recherchen ergaben leider auch, dass die Tradition der Brautjungfern hauptsächlich im englischsprachigen Raum gepflegt wird. Trotzdem finde ich, dass es höchste Zeit wird, dass auch an Schweizer Hochzeiten öfters Brautjungfern zu sehen sind. Als Braut hat man kaum eine bessere Möglichkeit, nahestehenden Menschen zu sagen, wie sehr man sie schätzt. Mal abgesehen davon, sind Brautjungfern ziemlich praktisch: Sie helfen bei der Hochzeitsvorbereitung und am schönsten Tag des Lebens können sie einem den Schleier tragen, das Kleid anziehen und Champagner bringen.

Achtung liebe Bräute: Ihr solltet euch immer liebevoll um eure Brautjungfern kümmern. Es ist nicht selbstverständlich, dass sie eure Bridezilla-Attacken klaglos hinnehmen. Ihr solltet euch mit einem kleinen Präsent bedanken und sie nicht in hässliche Kleider stecken. Das ist wohl das Mindeste. Meine Brautjungfern bekamen übrigens diese süsse Kette von Atelier Coquet geschenkt.

Wenn ihr übrigens nicht wisst, wie ihr eure Brautjungfern einkleiden sollt, dann schaut mal hier nach. Da gibt auch die ehemalige Mademoiselle nützliche Tipps.

www.ateliercoquet.ch

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