Das momentane Wetter ist nichts für mich. Die Nässe, die Kälte, eigentlich würde ich mich am liebsten zum Winterschlaf zurückziehen. Das einzige, was mich im Moment noch am Leben erhält ist der Gedanke, dass es in gut einer Woche nach Mexiko geht. In unsere zweiten Flitterwochen.

Unsere zweiten? Ja, genau. Geplant war das so eigentlich nicht. Unsere Flitterwochen sollten uns nach Tahiti führen. Und zwar während drei Wochen.

Direkt wäre das nach der Hochzeit natürlich nicht möglich gewesen. Ich hatte mir ja schon eine Woche vorher frei genommen und Arbeitgeber lassen einem ja höchst ungern vier Wochen am Stück Ferien nehmen. Die heissgeliebte Schwester und Trauzeugin lud uns direkt nach der Hochzeit in ein Ferienhäuschen in Südfrankreich ein. Das waren de Facto unsere ersten Flitterwochen.

Auch meine Freundinnen handhaben die Honeymoon-Planung ähnlich. Der Trend hat sogar einen Namen: „Mini-Moon“ nennt man eine kurze Verschnaufspause nach der Hochzeit, die man auch wirklich nötig hat, glaubt mir. Und für die richtigen Flitterwochen, in denen man eventuell auch viele Abenteuer geplant hat, fehlt einem sowieso die Energie.

Wie es kommt, dass wir jetzt nach Mexiko statt Tahiti gehen? Wir gehen zuerst nach Mexiko und dann hoffentlich noch nach Tahiti. Wir wollten einfach mal tauchen gehen und ich wollte meinem Mann eines der Länder zeigen, in das ich mich total verliebt habe.

In unsere richtig, richtigen Flitterwochen geht es dann hoffentlich im nächsten Jahr – wenn Arbeitgeber und Finanzen mitspielen. Ist es ein bisschen frech, drei Mal in die Flitterwochen zu fahren? Vielleicht. Aber ich kann einfach nicht genug vom besten aller Ehemänner kriegen.