Der Brautkleidkauf ist eine Wissenschaft für sich. Die Braut ist gestresst und fühlt sich unattraktiv. Die Schwiegermama glaubt am Besten zu wissen, was der künftigen Frau ihres Sohnes steht. Schwestern sind besorgt, dass die Braut vielleicht zu sexy wirkt. Und die Brautjungfern würden eigentlich lieber für sich selbst shoppen, als für ihre Freundin.

Verkäuferinnen in Hochzeitsboutiquen müssen viel über sich ergehen lassen. Sind nicht nur Stilberaterinnen, sondern auch Psychologinnen. Manchmal auch Raubtierdompteusen.

Über diesen alltäglichen Wahnsinn dreht der amerikanische Sender „TLC“ seit sechs Jahren eine Sendung: „Say Yes to the Dress“ heisst sie und spielt bei Kleinfelds in New York. Eine Brautmodenboutique, in der über 2000 Kleider zu finden sind.

Wenn ihr dachtet, ihr seid hysterische Bridezillas, dann werdet ihr in dieser Sendung eines Besseren belehrt. Da gibt es die verwöhnte Göre, die den Papa so lange terrorisiert, bis er ihr das 10’000 Dollar Kleid kauft. Oder das 16-Jährige Mädchen vom Lande, das den Gatten in Spe noch nicht mal geküsst hat und auf keinen Fall Decolleté tragen soll.

Der Sender „Six“ zeigt die Serie zur Zeit auf Deutsch. Wer aber kein Pay-TV hat und sich zutraut, die Folgen auch auf Englisch zu schauen, wird auf Youtube fündig.

Aber ich muss euch warnen: „Say Yes to the Dress“ hat Suchtpotential. Ich weiss nicht, wie viele Tage oder gar Wochen ich damit verbracht habe, mir Staffel 1 bis 9 anzuschauen. Und dann gibt es auch noch das Spinnoff in Atlanta und das mit den Brautjungfern.